Berichte 2019


> Konzert 2019

 

Musikverein stellte Jahreskonzert unter das Motto »Legendär«

 

Eine Verbindung von Musik und Vereinsgeschichte brachte die Trachtenkapelle Ödsbach beim Jahreskonzert zum Ausdruck. So wurde unter anderem an Freundschaften zu anderen Vereinen und »legendäre« Ausflüge erinnert.

 

Unter dem Motto »Legendär« stand in diesem Jahr das Frühjahrskonzert der Trachtenkapelle Ödsbach, das vom Publikum in der voll besetzten Mooswaldhalle begeistert aufgenommen wurde. Die Zuhörer erlebten nicht nur Titel

und Interpreten aus der Welt der Musik, die inzwischen zur Legende geworden sind, sondern bekamen bei dieser Gelegenheit interessante Einblicke in legendäre Momente in der Geschichte der Trachtenkapelle. Hierzu trug auch die hervorragende Moderation bei. Jochen Graf führte nicht nur durch das Programm und schilderte eindrucksvolle Aspekte aus der Vereinsgeschichte, er ließ diese in Gesprächen mit aktiven Musikern auch lebendig werden. 

 

Von Volksmusik bis Rock

Es war ein breites musikalisches Spektrum, das den Besuchern nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Manuael Streif geboten wurde, es reichte von der traditionellen Volksmusik über konzertante Weisen bis zur Moderne und präsentierte damit  die ganze Bandbreite der Blasmusik. So erklang zum Auftakt der Kult-Klassiker »Jump« der Gruppe »Van Halen«, einer Hard-Rock-Band aus den USA, es folgte mit »The Magic of Mozart« ein Medley bekannter Werke von Wolfgang Amadeus Mozart. Mit »Thriller« von Michael Jackson entführte die Trachtenkapelle dann wieder in die Moderne und in die Welt von Pop und Rock. 

Interessant war es, was Moderator Jochen Graf jeweils zu den Stücken und ihrem Zusammenhang mit der Geschichte der Trachtenkapelle zu sagen hatte, was dann auch im Gespräch mit Musikern aus deren persönlichem Erleben ergänzt wurde. Manche Stücke wurden bei Jubiläumskonzerten oder zu bestimmten Anlässen schon einmal aufgelegt, andere erinnerten an legendäre Ausflüge wie ins Kloster Andechs, wo der damalige Dirigent Walter Tuschla ein atemberaubendes Solo an der Posaune geboten hatte. Und da Tuschla auch Komponist und Arrangeur war, erklangen mit »Die Drei Tenöre« und dem musikalischen Streifzug durch das Singspiel »Im weißen Rössl »Stücke aus seiner Feder. 

Legendär ist auch die zwischenzeitlich seit 30 Jahren bestehende Freundschaft mit dem Schützenverein Bockum-Hövel, die bei Ausflugsfahrten und Besuchen immer wieder gepflegt wird, zur Erinnerung daran spielte die Trachtenkapelle das moderne Stück »Farmer’s Tuba«. Es wurde 2012 von Martin Scharnagl für seinen Freund und Bandkollegen der Formation »Viera Blech« komponiert und gab beim Konzert »Legendär« Mario Vogt Gelegenheit, sein Können als Solist unter Beweis zu stellen. 

 

Solisten überzeugten

Dass die Kapelle hervorragende Musiker in ihren Reihen hat, zeigten auch die Beiträge von Hubert Vogt, Hermann Halter und Herbert Gieringer als Solisten am Bariton bei »Die drei Tenöre« und Sarah Vogt als Solistin an der Flöte bei »Thriller«. Nach weiteren Stücken der Trachtenkapelle wie »The Best of Beatles« setzte dann die Polka »Bis bald auf Wiedersehn« den Schlusspunkt unter das Konzert. 

Als Gesangssolistinnen hatten Anna Jogerst und Clarah Kimmig bei diesem bekannten Stück von Ernst Mosch und seinen Original Egerländer Musikanten einen Auftritt, der mit tosendem Beifall bedacht wurde, die Trachtenkapelle verabschiedete sich mit mehreren Zugaben.

 

Text: Peter Meier

Bilder: Josef Vogt

 


 

> Generalversammlung 2019

 

Musikverein hat neues Vorstandsduo

 

Einen Wechsel an der Vereinsspitze brachte die Jahreshauptversammlung Trachtenkapelle Ödsbach am Sonntagabend im Gasthaus "Krone". In der Nachfolge von Thomas Maier, der nach 15 Jahren nicht mehr kandidierte, wurden Manuel Streif und Mario Vogt zu gleichberechtigten 1. Vorsitzenden gewählt. Zuvor zeigte der Rückblich auf das 92. Vereinsjahr, dass wieder ein umfangreiches Programm bewältigt wurde. Die Kapelle zeigt bei ihren Auftritten ihre musikalische Leistungsfähigkeit, auch die Jugendarbeit ist sehr erfolgreich, insgesamt sind 52 Zöglinge und Jungmusiker in Ausbildung.

 

Unter Leitung von Dirigent Jürgen Kimmig eröffnete die Kapelle die Versammlung mit einem Marsch. Nach der Begrüßung der Mitglieder erklang bei der Totenehrung das "Kameradenlied" als Solo an der Trompete. Schriftführer Markus Kimmig erinnerte an Aktivitäten im abgelaufenen Vereinsjahr. Nach der internen Musikerfasnacht wurde erstmals eine Verbandsversammlung des Acher-Renchtal-Musikverbandes ausgerichtet, das Jahreskonzert wurde wieder ein voller Erfolg. Ein Ausflug führte zum Schützenfest der Bockumer Bürgerschützen, das Bayrische Johannisfeuerfest wurde wieder gefeiert. Die hervorragende Arbeit des Jugendleiter-Teams zeigte sich bei "Unsere Jugend präsentiert sich", eine Wanderung führte die Vereinsmitglieder auf den Brennersteig. Zu einem Highlight hat sich die Wilderer-Party auf dem Hengsthof entwickelt, auch die Weihnachtsfeier mit Theaterabend kam wieder sehr gut an. Auch bei weltlichen und kirchlichen Anlässen im Ort war die Kapelle aktiv. Insgesamt waren 32 Auftritte und Aktivitäten sowie 51 Proben zu bewältigen, fasste Kimmig zusammen. Der Kassenbericht, den Thomas Schnurr vorlegte, zeigte ein erfreuliches Bild. Zyriak Sester hatte gemeinsam mit Hermann Kimmig die Kasse geprüft, er bestätigte eine vorbildliche Arbeit des Kassiers. Seine Entlastung erfolgte ebenso einstimmig wie die des gesamten Vorstands.

 

in seinem letzten Bericht als 1. Vorsitzender ging Thomas Maier auf das umfangreiche Veranstaltungsprogramm ein, das der Verein im vergangenen Jahr zu bewältigen hatte, gerade bei Großereignissen wie der 2. Wildererparty waren alle Mitglieder gefordert. Für ihre Einsatzbereitschaft sprach er allen Helfern ein großes Lob aus. Zusammenhalt und Kameradschaft seien sehr gut und werden auch gepflegt, Auch die intensive Jugendarbeit der letzten Jahre beginne jetzt Früchte zu tragen. "Insgesamt waren wir auch musikalisch richtig gut unterwegs", betonte er und gab abschließend gab einen kurzen Rückblick auf die 15 Jahre seiner Tätigkeit als 1. Vorsitzender, in denen sich die Vereinswelt spürbar änderte. Dirigent Jürgen Kimmig nutzte die Gelegenheit, allen Musikern, den verschiedenen Gruppierungen sowie dem sehr erfolgreichen Jugendteam zu danken. Das Jahr hindurch gebe es viel Arbeit, es mache aber auch Spaß macht zu musizieren, das zeige der gute Probenbesuch ebenso wie die überzeugenden Auftritte. Über die Arbeit des Jugendteams berichtete Konrad Huber, insgesamt seien auf den verschiedenen Ausbildungsstufen 52 Kinder und Jugendliche dabei, auch die Jugendkapelle nehme eine sehr positive Entwicklung.

 

Für die Neuwahlen wurde Karl Gieringer zum Wahlleiter gewählt. Er beantragte die Entlastung des Vorstandes, die einstimmig erteilt wurde. Nach der Änderung der Satzung wird der Verein künftig von zwei gleichberechtigten 1. Vorsitzenden geführt, einstimmig wurden Manuel Streif und Mario Vogt in dieses Amt gewählt. Neu kamen auch Katharina Huber als Kassiererin und Markus Birk als Schriftführer in den Vorstand. Bestätigt wurde das Jugendleiterteam mit Konrad Huber, Stefan Huber, Corina Melzer und Gregor Gieringer sowie die Beisitzer Reinhard Kaltenbronn, Stefan Vogt, Andreas Birk und Michael Huber. Zu Kassenprüfern wählte die Versammlung Thomas Maier und Markus Kimmig. Thomas Maier überbrachte den Dank von Gemeindeteam und Pfarrgemeinde für die gute Zusammenarbeit. Abschließend überreichte er einer ganzen Reihe von Vereinsmitgliedern, die wieder zusätzlichen Arbeiten im abgelaufenen jahr übernommen hatten, als Zeichen der Anerkennung ein Weinpräsent. Ortsvorsteher Karl Gieringer stellte die Bedeutung des Musikvereins für das Leben in der Gemeinde heraus und freute sich über die gute Entwicklung. Dem neuen Vorstand wünschte er Kraft, gute Ideen und viel Erfolg.

 

Der neue Vorstand des Musikvereins, von links Mario Vogt, Stefan Vogt, Reinhard Kaltenbronn, Katharina  Huber, Markus Birk, Dirigent Jürgen Kimmig, Manuel Streif; es fehlen Andreas Birk und Michael Huber

 

 

Langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet

 

"Was ihr in eurer langen Zeit im Vorstand geleistet habt war außergewöhnlich, deshalb bekommt ihr auch ein außergewöhnliches Geschenk", betonte Mario Vogt gegen Ende der Jahreshauptversammlung der Trachtenkapelle Ödsbach, als er gemeinsam mit Manuel Streif drei langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedete. Thomas Maier als 1. Vorsitzender, Markus Kimmig als Schriftführer und Thomas Schnurr als Kassierer hatten nicht mehr kandidiert, neben Geschenkkörben und einem Schraubenmännchen als Musiker mit ihrem jeweiligen Instrument erhielten sie als gemeinsames Geschenk ein Wochenende in München mit einem Bierbrauer-Seminar.

 

Vogt erinnerte daran, dass Thomas Schnurr die Kasse seit 2004 vorbildlich verwaltete, als Kassenwart des Fördervereins trägt auch künftig Verantwortung in der Trachtenkapelle. Auch bei Markus Kimmig sind es 15 Jahre im Vorstand, 12 davon als 2. Vorsitzender. Als "Vereinsmultitalent" war er auch als Ausbilder in der Jugendarbeit und als Vizedirigent im Einsatz. Auf insgesamt 18 Jahre Arbeit brachte es Thomas Maier, zunächst als Kassierer, ab 2003 dann als 1. Vorsitzender. Auch auf der Theaterbühne und als Regisseur kam Maier zum Einsatz. Vogt bezeichnete ihn als "Profi in Sachen Vereinsführung", der die Trachtenkapelle in all den Jahren entscheidend prägte. Mit minutenlangem Applaus wurde Thomas Maier als 1. Vorsitzender verabschiedet. Er erinnerte daran, dass ihm vor 15 Jahren ein Maien aufgestellt wurde, an dem ein ausgesägter lustiger Musiker befestigt war. Diese Figur hatte er aufbewahrt und überreichte sie seinen beiden Nachfolgern. Auch Manuel Streif hob hervor, dass die ausscheidenden Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern viel Arbeit hatten und diese Aufgabe vorbildlich meisterten. Hierfür sprach er ihnen im Namen aller Musiker und Mitglieder den Dank aus.

 

Die beiden neuen Vorsitzenden mit den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern, von links Mario Vogt, Thomas Schnurr, Thomas Maier, Markus Kimmig, Manuel Streif

Vor 15 Jahren wurde Thomas Maier ein Maien gestellt mit diesem Musikerbild dran, das gab er jetzt den neuen Vorsitzenden weiter

 

Bilder und Texte: Peter Meier/ ARZ